Morning Briefing No More?

Beiträge 1 - 10 von 10
  • Morning Briefing No More?

    Mirascael, 09.02.2018 13:06
    #1

    Steht „Handelsblatt“-Herausgeber Gabor Steingart vor dem Aus? [faz.net]

    Wird dem Hausherrn des Forums gar nicht schmecken, falls es denn stimmen sollte :(

  • RE: Morning Briefing No More?

    sorros, 09.02.2018 13:54, Antwort auf #1
    #2

    Jedenfalls habe ich heute kein Morning Briefing bekommen.
    Wäre schade.

  • RE: Morning Briefing No More?

    sorros, 09.02.2018 14:09, Antwort auf #2
    #3

    Jetzt ist es gerade doch noch gekommen, mit Entschudigung für die Verspätung und von Sven Afhüppe.
    Das muß nix heißen, aber vielleicht ist das doch die Flammenschrift an der Wand.

  • Morning Briefing Mourning Update

    Mirascael, 12.02.2018 22:58, Antwort auf #3
    #4

    Es scheint wohl so, dass Steingarts letztes Morning Briefing nicht die Ursache seines Abschieds vom Handelsblatt war, sondern vielmehr sein Ausscheiden Grund für sein finales drastisches Morning Briefing:

    Hochmut kommt vor dem Fall: Holtzbrinck, Steingart und Radio Eriwan

  • RE: Morning Briefing Mourning Update

    gruener (Luddit), 13.02.2018 00:26, Antwort auf #4
    #5

    so interessant der genannte artikel von der site "tichys einblick" auch erscheinen mag, geschäftsführer derselbigen ist ein gewisser roland tichy, der auch in obigem artikel am rande erwähnt wird, nämlich während der eigentliche autor aus einem kommentar des hamburger abendblattes zum thema zitiert:

    Zu lange habe er [... gemeint ist Gabor Steingart ...] an der erfolglosen Chefredakteurin der „Wirtschaftswoche“, Miriam Meckel, festgehalten, nachdem er deren erfolgreichen Vorgänger Roland Tichy aus kaum nachvollziehbaren Gründen gefeuert hatte.

    noch fragen?

  • Morning Briefing - der vermeintliche Stein des Anstoßes

    gruener (Luddit), 13.02.2018 02:07, Antwort auf #5
    #6

    damit aber das ultimative morning briefing von gabor steingart nicht gänzlich verloren geht, sollte es auch an dieser stelle noch einmal verbreitet werden - quasi als zeitdokument.

    wer weiß, wie lange es auf der handelsblatt-seite noch abrufbar ist:

    7.02.2018 - 06:00 Uhr 7 Kommentare [handelsblatt.com]

    Guten Morgen liebe Leserinnen und Leser,
    die Konjunktur läuft heiß und viele Anleger stoßen ihre Aktien ab, als seien sie von einer ansteckenden Krankheit befallen. Grund 1: Das Wachstum wird plötzlich zur schlechten Nachricht, denn viele Anleger fürchten eine Rückkehr der Inflation. Vor allem in den USA, wo die Löhne so schnell steigen wie seit neun Jahren nicht mehr.

    Die Börsenwelt bebt, aber sie implodiert nicht.

    Hinzukommt: Die blitzschnellen und daher starken Kurseinbrüche deuten auf einen „Flash Crash“ hin. Von einem „Flash Crash“ spricht man, wenn automatisierte Verkaufssignale in großem Ausmaß ausgelöst werden, zum Beispiel von Investment- oder Pensionsfonds. Die Verluste wachsen an wie ein Schneeball, der den verschneiten Hügel herunterrollt.

    Und nun? Strategische Geduld ist gefragt. Der Weltuntergang, diese Prognose sei gewagt, wird verschoben. Die [handelsblatt.com]Börsenwelt bebt, aber sie implodiert nicht</a>. Heute Nacht haben sich die Kurse in Amerika schon wieder beruhigt. Allerdings: Nachbeben nicht ausgeschlossen.

    VW-Chef Matthias Müller muss heute Aufsichtsratschef Hans Dieter Pötsch erklären, wie es zu Versuchen mit Affen kommen konnte.

    An diesem Mittwoch tagt das [handelsblatt.com]Präsidium des VW-Aufsichtsrats</a>. Dort muss Konzernchef Matthias Müller</a> vor Aufsichtsratschef Hans Dieter Pötsch</a> treten und erklären, wie es 2013 in den USA zu den hochumstrittenen Versuchen mit Affen kommen konnte. Das Verrückte dieser Verhörsituation: Pötsch war zum Zeitpunkt der Tat Finanzvorstand der Firma und damit für alle Ausgaben, auch die für den Affenversuch, verantwortlich. Müller war zum selben Zeitpunkt Porsche-Vorstandschef und rückte erst im März 2015 in den VW</a>-Vorstand ein. Die Ironie der Geschichte: Ein mutmaßlicher Mittäter und möglicher Mitwisser befragt das Opfer.

    SPD-Chef Schulz darf sich nicht beim Mord an jenem Mann erwischen lassen, dem er das höchste Parteiamt verdankt.

    Innerhalb der SPD</a> hat ein bizarrer [handelsblatt.com]Machtkampf</a> begonnen. Der mittlerweile ungeliebte Parteichef Martin Schulz will den derzeit beliebtesten SPD [handelsblatt.com]-Politiker, Außenminister Sigmar Gabriel, zur Strecke bringen und an dessen Stelle im Ministerium Quartier beziehen. Das Duell wird nach den Regeln des Parteienkampfes ausgetragen, also im Verborgenen. Besondere Raffinesse wird dabei vor allem von Schulz verlangt, da er sich nicht beim Mord an jenem Mann erwischen lassen darf, dem er das höchste Parteiamt erst verdankt.

    Der Tathergang wird in diesen Tagen minutiös geplant. Der andere soll stolpern, ohne dass ein Stoß erkennbar ist. Er soll am Boden aufschlagen, scheinbar ohne Fremdeinwirkung. Wenn kein Zucken der Gesichtszüge mehr erkennbar ist, will Schulz den Tod des Freundes aus Goslar erst feststellen und dann beklagen. Die Tränen der Schlussszene sind dabei die größte Herausforderung für jeden Schauspieler und so auch für Schulz, der nichts Geringeres plant als den perfekten Mord.

    „Allen Sündern wird vergeben, nur dem Vatermörder nicht." - Franz Grillparzer

    Einzig sein Angstschweiß verrät ihn. Noch zaudert er. Wird das Publikum sein Alibi überhaupt akzeptieren? In ruhigen Minuten kommen dem ehemaligen Buchhändler, ohne dass er sich dagegen wehren kann, wahrscheinlich die mahnenden Worte des Schriftstellers Franz Grillparzer in den Sinn: „Allen Sündern wird vergeben“, schrieb der einst, „nur dem Vatermörder nicht“.

    Ich wünsche Ihnen einen lebensfrohen Start in den neuen Tag. Herzlichst grüßt Sie Ihr

    Gabor Steingart
    Herausgeber

    http://www.handelsblatt.com/meinung/morningbriefing/morning-briefing-7-februar-d er-perfekte-mord/20935060.html?social=twitter

  • RE: Morning Briefing - die Folge auf den vermeintlichen Stein des Anstoßes

    gruener (Luddit), 13.02.2018 02:11, Antwort auf #6
    #7

    dagegen liest sich das gestrige morning briefing unter dem titel "die sture kanzlerin" wie ein müder abklatsch:

    ...das Drama Regierungsbildung Deutschland geht in die nächste Runde. In der CDU ist der Frust über die Ressortverteilung und die inhaltlichen Ergebnisse des Koalitionsvertrags mittlerweile so groß, dass sich Angela Merkel Sonntagabend im Fernsehen erklären musste. Doch wer mit Zugeständnissen oder Entgegenkommen der CDU-Chefin gerechnet hatte, wurde enttäuscht. Merkels sture Botschaft: Ich bleibe Parteivorsitzende und will vier Jahre im Kanzleramt regieren. Basta. Diese Haltung ist nicht ungefährlich. Die Bombe, die Merkel entschärfen wollte, tickt weiter.
    Während sich die politische Karriere der Kanzlerin langsam dem Ende zuneigt, ist sie für Martin Schulz bereits vorbei. Der einstige Hoffnungsträger der deutschen Sozialdemokratie hat in wenigen Tagen alles verloren: den SPD-Parteivorsitz und die Aussicht auf das Amt des Außenministers. Das ist bitter für Schulz, aber er muss einem deshalb nicht leidtun. Martin Schulz hat seine politischen Möglichkeiten einfach überschätzt.
    Wie aus einer aufgebrachten CDU und einer führungslosen SPD eine handlungsfähige Regierung werden soll, steht in den Sternen. Die Chaos-Tage in Berlin vergrößern jedenfalls die Gefahr, dass das Mitgliedervotum bei der SPD negativ ausgeht. Deutschland stünde dann vor Neuwahlen. Aber sind Neuwahlen wirklich schlimmer als eine Große Koalition in dieser desolaten Verfassung?
    Noch deutlicher wird FDP-Chef Christian Lindner: „Der Koalitionsvertrag von Union und SPD droht Deutschland ins Abseits zu stellen“, kritisiert der liberale Politiker in einem Gastbeitrag für das Handelsblatt. Die Resultate seien genauso unzureichend wie einst die zu einer möglichen Jamaika-Koalition. „Der Eindruck verstärkt sich, dass das Problem weniger ihre potenziellen Partner sind – sondern die CDU von Angela Merkel selbst.“ Pflichtlektüre für alle CDU-Mitglieder.

    *****

    durchgehender tenor des briefing: ich wasche dich offenscheinlich gründlich, aber ich mache dich nicht nass. mainstream-journalismus at its best. oder: worst?

    *****

    ich denke, weder sorros, ich noch einige andere werden - sofern der neue stil sich etabliert - kein weiteres handelsblatt briefing in diesem forum zum besten geben. oder irre ich da?

    *****

    ps: meine aufgabe ist es u.a., die foren auf wahlfieber zu kontrollieren und auf einträge zu überprüfen, die möglicherweise gegen irgendein gesetz verstoßen könnten resp. im zweifel einen entsprechenden laut nach "oben" zu geben. im gegensatz zu den meisten anderen foren ist dergleichen jedoch kaum von nöten. klar, man zankt sich gelegentlich, auch deftig, aber so gut wie immer im rahmen der ... bitte wohlfeil ergänzen.

    den hausherren als solches anzunehmen, fällt mir daher etwas schwer.

  • RE: Morning Briefing Mourning Update

    Mirascael, 13.02.2018 02:52, Antwort auf #5
    #8

    so interessant der genannte artikel von der site "tichys einblick" auch erscheinen mag, geschäftsführer derselbigen ist ein gewisser roland tichy, der auch in obigem artikel am rande erwähnt wird, nämlich während der eigentliche autor aus einem kommentar des hamburger abendblattes zum thema zitiert:

    Zu lange habe er [... gemeint ist Gabor Steingart ...] an der erfolglosen Chefredakteurin der „Wirtschaftswoche“, Miriam Meckel, festgehalten, nachdem er deren erfolgreichen Vorgänger Roland Tichy aus kaum nachvollziehbaren Gründen gefeuert hatte.

    noch fragen?

    Ist bekannt, aber im Zusammenhang der Frage, ob das Morning Briefing Anlass des Ausscheidens war, wie in den Medien kolportiert wurde, uninteressant.

    WIWO selber habe ich nach Tichys Abgang nicht mehr lange gelesen (obwohl mir seinerzeit die Hintergründe unbekannt waren), liess nach Tichys Abgang stark nach, in der veränderten WIWO-Ausrichtung manifestierte sich u. a. Meckels Beziehung mit der öffentlich-rechtlichen Hofberichterstatterin der Bundeskanzlerin.

    Das Handelsblatt-Probe-Abo, das ich vor einiger Zeit hatte, war auch ein Witz. Seichte, oberflächliche Artikel und "Gastbeiträge" (auch hier mehr eine Mischung aus Hofberichterstattung und Einnordung des Plebs) gefühlt sämtlicher Hohlschwätzer der EU-Eliten. Meine Erinnerung mag mich trügen, aber ich hatte das Handelsblatt aus den Tagen der frühen Euro-Krise in besserer Erinnerung.

    Insbesondere die Sache mit dem Amerika-Reise im Tichy-Artikel deckt sich mit meiner Leseerfahrung - die Artikel zu Trump waren beispielsweise an Banalität, Trivialität und Untiefe kaum zu übertreffen. Da fragt man sich schon, was Anlass der Reise derJournalisten in die USA war (zumal die zuständigen Reporter nur äusserst mässige Englischkenntnisse hatten). Da würde ich mich als Chef des Unternehmens auch fragen, was das soll.

  • Morning Briefing Mourning Update

    sorros, 21.02.2018 12:31, Antwort auf #8
    #9

    In dem Tichy Artikel steht:

    "Darüber hinaus, so die Medienholding, wird Gabor Steingart in eigener Eigentümerschaft sein eigenes Morning Briefing an die mittlerweile rund 700.000 Abonnenten als unabhängige journalistische Stimme herausgeben."

    Weiß jemand ob das stimmt?
    ich habe noch nix davon gesehn.


  • RE: Morning Briefing Mourning Update

    Mirascael, 24.02.2018 18:59, Antwort auf #9
    #10

    In dem Tichy Artikel steht:

    "Darüber hinaus, so die Medienholding, wird Gabor Steingart in eigener Eigentümerschaft sein eigenes Morning Briefing an die mittlerweile rund 700.000 Abonnenten als unabhängige journalistische Stimme herausgeben."

    Weiß jemand ob das stimmt?
    ich habe noch nix davon gesehn.


    Das dürfte mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit eine Ente sein - allein schon aus datenschutzrechtlichen Gründen.

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