Demokratische Präsidentschaftskandidatur 2020: alle am Start (?)

posts 31 - 40 by 176
  • RE: Crooked Joe?

    gruener (Luddit), 09.05.2019 02:50, Reply to #30
    #31

    bzgl. des teams von biden eine frage - womöglich kann die wer beantworten:

    auffällig ist, dass mit beginn der biden-kampagne ein name wieder auftaucht: schultz. dieses mal mit dem vorsatz "greg" in der funktion als campagn manager; bis mitte 2016 lautete dieser vorsatz "debbie wasserman" und führte ein am ende unheilvolles dasein als chair des dnc. (incl. eines erzwungenen rücktritts auf dem nominierungskongress der präsidentschaftskandidatin) gibt es da eventuell verwandtschaftliche verbindungen?

    ***********

    nachtrag:

    erreicht mich doch soeben eine "einladung" des team biden:

    We are reaching out to see if you would host a party for your friends and neighbors in XXXX (meine PLZ)!

    ich denke, das kriegen wir hin, oder? 'ne große wahlfieber-party mit Joe.

    zumal man mich geradezu anfleht etwas zu unternehmen: we’re hoping to set up as many watch parties as possible so that we can connect Joe Biden supporters and volunteers all across the country. That’s why we absolutely need you to sign up and help....

    aus kostengründen sollte joe anfang des jahres einen flug nach europa buchen und den rückflug erst für den wahltag anberaumen. wir beschäftigen den schon in der zwischenzeit mit ganz vielen parties...

  • Mal was zu Bernie

    gruener (Luddit), 14.05.2019 03:27, Reply to #31
    #32

    ich war vor kurzem so frei, mich in die verteiler der sanders-campagne aufnehmen zu lassen.

    ist ja ein völlig anderer schnack. eine ecke dezenter und weniger fordernd. zudem ist die rate der mails, die nur versandt werden mit dem ziel, mir geld aus der tasche zu ziehen, signifikant niedriger.

    erstes fazit nach etwa drei wochen: weit mehr informationen, weniger (pekunäre ein-)forderungen.

    und offenbar schnallt man dort auch, dass ich nicht aus den staaten komme. zumindest hat man mich bislang noch nicht aufgefordert, mind. 20 weitere unterstützer aus meinem plz-einzugsbereich beizubringen.

  • Klassiker des Kulturkampfes: Abtreibung

    Wanli, 18.05.2019 11:51, Reply to #32
    #33

    Die amerikanische Öffentlichkeit ist in dieser Frage gleichmäßig gespalten; Umfragen zufolge wird das Recht auf Abtreibung von knapp der Hälfte befürwortet und beziehungsweise abgelehnt. Grundsätzlich ein Thema, das in den letzten Jahren eher die Gegner an die Wahlurnen gelockt hat, denn diese streben ja eine Veränderung des Status Quo an.

    Das könnte sich jetzt jedoch ändern: Beflügelt von der veränderten Zusammensetzung des Supreme Court bringen diverse konservative Staaten (Vorreiter ist Alabama) Gesetze zur Abstimmung, die Abtreibungsärzte kriminalisieren, auch dann, wenn die Schwangerschaft Folge von Vergewaltigung oder Inzest ist. Und hier zeichnen Umfragen ein sehr anderes Bild der öffentlichen Meinung: etwa drei Viertel lehnen das ab, bis weit ins konservative Lager.

    https://slate.com/news-and-politics/2019/05/alabama-abortion-ban-disaster-for-re publicans.html

    Da viele republikanische Mandatsträger sehr weit rechts verortet sind, werden sie ihr unpopuläres Unterfangen oft trotzdem verfolgen, gern auch mit Aussagen, die nur unter beinhart Evangelikalen konsensfähig sind - in Missouri argumentierte ein Abgeordneter jetzt mal wieder, Vergewaltigung geschehe doch meist einvernehmlich...

    https://politicalwire.com/2019/05/17/gop-lawmaker-spoke-of-consensual-rape/

    Das könnte bei der Wahl durchaus zum wichtigen Thema werden.

  • The Abortion Issue Isn’t About ‘The Patriarchy’

    Mirascael, 18.05.2019 15:26, Reply to #33
    #34

    Da viele republikanische Mandatsträger sehr weit rechts verortet sind, werden sie ihr unpopuläres Unterfangen oft trotzdem verfolgen, gern auch mit Aussagen, die nur unter beinhart evangelikalen konsensfähig sind - in Missouri argumentierte ein Abgeordneter jetzt mal wieder, Vergewaltigung geschehe doch meist einvernehmlich...

    Alternativ kann man sich mit der Thematik übrigens auch sachlich *gasp* auseinandersetzen:

    The Abortion Issue Isn’t About ‘The Patriarchy’

  • RE: The Abortion Issue Isn’t About ‘The Patriarchy’

    Wanli, 18.05.2019 18:40, Reply to #34
    #35

    Es wird Dich wundern, aber ich habe überhaupt kein Problem mit dem von Dir verlinkten Artikel - da geht es darum, ob man Abtreibungsgegner mit einem "Patriarchat" gleichsetzen solle, ein Argument, das ich gar nicht gebracht habe. Ich habe lediglich festgestellt, dass laut Umfragen nur 20 - 25 Prozent der Bevölkerung eine so restriktive Gesetzgebung unterstützen, wie sie in Alabama gerade stattfindet, und dass das Konsequenzen für den Wahlkampf haben dürfte.

    Ein ähnlicher Fokus findet sich auch in dem verlinkten Slate-Artikel:

    I understand why some anti-abortion lawmakers refuse to make an exception for rape. If you truly believe that every human embryo is a person, then that person’s life should be protected, regardless of how he or she was conceived. But politically, the Alabama ban is catastrophic. If it becomes the focus of the national abortion debate, it won’t just mobilize people who believe in women’s rights. It will alienate people who believe in punishing criminals and protecting their victims. It will turn conservative America against itself.

    https://slate.com/news-and-politics/2019/05/alabama-abortion-ban-disaster-for-re publicans.html

    Aus demokratischer Sicht zu wünschen wäre natürlich mMn, dass die Befürworter des Rechts auf Abtreibung nicht überdrehen mit Brachialrhetorik, sondern einfach klar Roe vs. Wade verteidigen und klar artikulieren, dass ein Wahlsieg Drumpfs zu einer noch größeren und dauerhafteren konservativen Mehrheit im Supreme Court führen würde.

  • Immer mehr Kandidaten

    sorros, 20.05.2019 00:29, Reply to #35
    #36

    Es wundert mich das noch niemand darüber geschrieben hat.

    Wie seht Ihr de Blasio?

  • RE: Immer mehr Kandidaten

    Wanli, 20.05.2019 15:53, Reply to #36
    #37

    Hab gerade sehr viel um die Ohren, deshalb schreib ich weniger. De Blasio kann man wohl vergessen; es wäre eine Riesenüberraschung, wenn der irgendwie Feuer fangen würde. Schon in New York (wo er ja Bürgermeister ist) sind seine Beliebtheitswerte mies, zudem: Welcher Teil der Partei sollte in ihm etwas finden, was nicht bereits andere (beliebtere) Kandidaten bieten können? Mit sehr großer Wahrscheinlichkeit ein Rohrkrepierer; ich glaube nicht mal, dass er bis Iowa durchhält.

    https://fivethirtyeight.com/features/how-bill-de-blasio-could-win-the-2020-democ ratic-primary/

    Steve Bullock, Gouverneur von Montana, erscheint da auf dem Papier schon deutlich interessanter: Ein Demokrat, der im roten Montana dreimal gewinnen konnte, wirtschaftspolitisch Populist, in manchen gesellschaftspolitischen Fragen eher moderat. Er selbst wirbt sehr offen mit der Aussicht, in ländlichen Regionen Wähler zurückgewinnen zu können:

    As the only Democrat to win statewide re-election in a Trump state in 2016, I know firsthand: we must reach out to rural voters.

    https://fivethirtyeight.com/features/how-steve-bullock-could-win-the-2020-democr atic-primary/

    Ich würde mal spontan sagen, dass Bullock dann eine gewisse Chance haben könnte, wenn Biden stolpert; würde mal vermuten, dass viele von Bidens weißen Fans potenziell auch für Steve zu begeistern wären. Allerdings genießt Biden auch großen Zuspruch unter Schwarzen, gerade in den Südstaaten, ob Bullock da punkten könnte? Bei den Latte-Macchiato-Demokraten an den Küsten - ok, das ist jetzt sehr stereotyp - wird der Kerl in Cowboystiefeln und Stetson wahrscheinlich auch eher einen schweren Stand haben.

  • RE: Immer mehr Kandidaten

    sorros, 20.05.2019 16:24, Reply to #37
    #38
    Bei den Latte-Macchiato-Demokraten an den Küsten - ok, das ist jetzt sehr stereotyp - wird der Kerl in Cowboystiefeln und Stetson wahrscheinlich auch eher einen schweren Stand haben.

    Die Latte-Macchiato-Demokraten an den Küsten werden jeden Demokraten wählen, der gegen Trump antritt.

  • RE: Immer mehr Kandidaten

    Wanli, 20.05.2019 17:33, Reply to #38
    #39
    Die Latte-Macchiato-Demokraten an den Küsten werden jeden Demokraten wählen, der gegen Trump antritt.

    Absolut richtig - aber nicht in den Vorwahlen, und die gilt es ja erstmal zu gewinnen...

    Persönlich könnte ich mir Bullock ganz gut im Weißen Haus vorstellen, besser als viele Mitbewerber. Die Frage ist schlicht, wie er in dieser Flut von Kandidaten auf sich aufmerksam machen will.

    Bidens Vorteil ist schlicht, dass nur ein Bruchteil der demokratischen Vorwähler Politik-Nerds sind, die sich stundenlang mit den mittlerweile über 20 Kandidaten beschäftigen wollen, um wirklich den oder die den eigenen Vorstellungen am besten entsprechende/n herauszufiltern.

    https://www.electoral-vote.com/evp2019/Pres/Maps/May20.html#item-1

    Bullock oder Inslee oder vergleichbare Mauerblümchen müssen sich in den nächsten Monaten in einem Teil der Basis ins Gespräch bringen, Inslee hat da zum Beispiel jüngst einen sehr detaillierten Plan zum Klimaschutz vorgelegt, hofft dann entsprechend, dass sich das unter Umweltbewegten oder Studenten rumspricht und er so seinen Bekanntheitsgrad erhöhen und dann hoffentlich bei der Fernsehdebatte punkten kann. Ein steiniger Weg...

  • Bock auf Markt / Appetithappen: neue Umfrage

    Wanli, 23.05.2019 17:51, Reply to #39
    #40
      Ehrlich, wenn man etwas genauer hinschaut, dann tut sich im Vorwahlkampf gerade eine ganze Menge. Fände es schon schön, wenn wir noch vor der ersten Debatte anfangen könnten zu handeln. Und da ich nach wie vor glaube, dass am Ende nicht unbedingt Biden und Bernie das Ding unter sich ausmachen, bitte mit den sechs oben vorgeschlagenen Aktien: Biden, Sanders, Harris, Buttigieg, Warren, Andere.
        Wer es anders sieht, kann ja einfach bei Biden und / oder Bernie all in gehen.
        EDIT
        Gerade ist die neue Monmouth-Umfrage raus, bei aller Vorsicht solche Erhebungen neun Monate vor dem Caucus in Iowa betreffend vielleicht einen Blick wert. Durchgeführt wurde sie von Monmouth, einem Institut mit gutem Ruf:
        Zuerst die nackten Zahlen zum gemessenen Zuspruch:

        Monmouth fragt aber noch einige ganz interessante Details ab, zum Beispiel die Beliebtheitswerte der einzelnen Kandidaten, die vielleicht ein Indiz dafür sein können, welche Kandidaten noch mehr Luft nach oben haben könnten:
        Ein ziemliches Rätsel ist mir übrigens Cory Booker. Der findet in der Umfrage nach Wunschkandidaten praktisch gar nicht mehr statt; auf der anderen Seite hat er wohl eine ziemlich schlagkräftige Organisation in Iowa und South Carolina aufgebaut und die Unterstützung diverser prominenterer Demokraten.
        So, wie wär's mit dem Markt?
        ---
        EDIT
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